Willst Du per E-Mail über neue Posts informiert werden? Gib Deine Adresse hier ein...

Freitag, 24. Juni 2016

Hoppla, ich bin gerad gestorben - und nu?


Kaum etwas erscheint uns bedrohlicher, existenzieller als der eigene Tod.
Wenn wir es zulassen, erahnen wir unsere Furcht, ja oft Panik davor und verbringen enorm viel Zeit mit diversesten Formen der Security. Es mag sein, dass wir nach außen hin einen lockeren "coolen" Standpunkt vertreten - und manchmal kaufen wir uns den sogar selbst ab -, aber wenn wir unsere Gedanken dazu einmal konkretisieren, gelangen wir an Schichten in uns, die abgründig erscheinen.

Glücklich hier jene, welche ein Glaubenssystem besitzen, welches ihnen die Option auf ein "Storyboard" danach anbietet. Da wir hier ja "unter uns" sind:
Ich persönlich habe da keines, bzw. die zur Verfügung stehenden "Angebote" empfinde ich bei genauerer Betrachtung wenig attraktiv. Was ist denn im "Angebot"?


  • Buddhistisch/Reinkarnation:
    Hm, darauf einlassen gäbe mir da Perspektive, wenn meine subjektive Identität erhalten bliebe - ich, Paulemann. Der Haken: DAS aber ist das, was als erstes mit dem Ableben meines Körpers übern Jordan geht, d.h. was hab ich davon, wenn "ich" weg ist? Richtig, nix.
  • Christlich/Wiederauferstehung:
    Klingt erstmal romantisch, ist es aber auch bei genauerer Betrachtung nicht. Lies selbst nach, zu den Vertragsklauseln gehört erstmal Beichte und Bussetun, Du musst beim Abnippeln nen Kirchenmitarbeiter dabeihaben, der Dir die Absolution erteilt, sonst gehst Du erstmal ins Fegefeuer. Ansonsten aber kommt dann auch erstmal expressis verbis Abwarten bis zum Jüngsten Tag, d.h. wenns oben recht ist, darfst Du aus der Kiste raus, stehst aber dann erstmal vor dem Jüngsten Gericht, also gibts da ne Gerichtsverhandlung....
    Sorry, aber soviel neurotische Naivität kann ich beim besten Willen nicht aufbringen.
  • Islam:
    Wie bitte? Was soll ich mit soundsoviel Jungfrauen? Das führt ja zum Burnout nach dem Tod...
  • Da... lobe ich mir eher Australiens Aborigines, die dieses Leben als Traum verstehen...
Man verzeihe mir meine saloppe Art, wie ich mich dem Thema nähere, aber ich denke, dass hier deutlich wird, dass solche und andere Konzepte nicht wirklich greifen (zumindest bei mir).
Zurück zur Angst, denn die IST da und viele Menschen richten unbewusst einen Großteil ihres Handelns, Denkens und ihrer Energie dahin, sich mit ihr zu arrangieren. Vielleicht hast Du´s auch schon irgendwo irgendwann einmal gelesen: Angst vor dem Tod ist eng verbunden mit der Angst vor dem Leben! Entdecke, das Wahrheit darin steckt. 
Fakt ist, dass wir alle - wie kleinen Aufziehpuppen gleich - geradewegs in Richtung Tischkante marschieren. Als Jugendlicher schon fand ich damals ein Poster faszinierend und hängte es mir neben einem Led Zeppelin-Poster an die Wand. Darauf stand. "This day is the first day of the rest of your life!" Es ist das gleiche Thema.
Oder wie mein Freund Ekkie es beschreibt: "Wenn wir geboren werden, springen wir von einer Klippe und unser Leben ist der Flug hinab. Irgendwann machts klatsch! und das wars.

Die spannende Frage ist: Was machen wir mit der Zeit während des Fluges? Aus dieser Perspektive heraus - entdecke, wie gagga vieles dessen, was uns gerad als wichtig und bedeutsam erschien, plötzlich wird und mit wieviel "Peanuts" wir uns beschäftigen!
Und, was machst Du - JETZT?


Eine andere, neue Perspektive werde ich Dir im nächsten Blogeintrag hier posten. Bis dahin, mach was Schönes für Dich und die Welt.....;-)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen