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Samstag, 21. Mai 2016

Eine Kurzgeschichte aus meinen frühen Tagen (whatever that means :-)):

Der Anfang 

Dao, der Weg. Der Weg? Einen Weg finden, den man gehen soll? 
Nein. Der Weg ist genau unter deinen Füssen. 
Er ist dort wo Du bist, in jedem Augenblick. Fange an nach Erkenntnis zu suchen, nach "dem Weg" - und Du entfernst Dich Lichtjahre von ihm.
Deinen Weg zu suchen ist wie deinen Schatten an Deine Seite zu bringen.
Enttäuscht? Fein. Wolltest Du nicht die Täuschung beiseite schieben? Also.

Mag sein das dieser - Dein - Weg Dir nicht gefällt und Du deshalb einen anderen suchtest.
Ende der Illusion. Es gibt nur den Einen. Warum ihn also nicht einfach einmal gehen?

"Ich möchte im Fluss mit dem Sein sein, "sprach der Heftzweck, "und eins mit dem Michumgebenden! Siehst Du die Blätter dort draußen wie sie mit dem Winde einher treiben, eins mit ihm sind? So möchte auch ich sein!"
"Du bist eins mit mir, "sprach die Wand, "genauso wie das Dao-Poster, welches Du an die Wand haften lässt!"
"Erreiche Vollkommenheit im Heftzweck-Sein, so wie die Blätter vollkommene Blätter sind, ich eine vollkommene Wand bin. Du solltest...."
"Oh Du gepriesene vollkommene Wand, lehre mich, wie Du eine vollkommene Wand wurdest, auf dass auch ich eine werde! Lehre mich das Dao!"
"Halts Maul und pinn einfach!"
Die Vögel fliegen, der Regen tropft und Autos fahren auf der Straße.
Vollkommener Dao.

Der Fortschritt

Ich ahne dass ich träume. Ich spüre den Kokon der Illusion. Alte subjektive Klarheit schwindet. Mein Universum ist ein Fragezeichen. Ich weiß nicht mehr was Meditation ist und Erleuchtung hat für mich mehr mit Glühbirnen zu tun denn mit Wissen.
Nicht-Wissen.
"Ach Du grüne Neune! Von wegen erstrebenswerter Zustand - hör mir bloß mit diesem Eso-Geschwafel auf!"
Schimpft die Krähe und kackt dem Fuchs auf den Kopf.
"Jetzt hast Du Dir selbst aufs Hirn gekackt denn Du und ich wir sind ja eins!"
Kommentiert der Fuchs.
Empört fliegt die Krähe auf und davon - gegen die Wand - klatsch!
"Manno, ich wollt aber jetzt eigentlich nicht eins mit dieser Krähe werden!"
Beschwert sich die Wand.
"Ein-wand zwecklos!"
Weiß nun der ehemalige Heft-Zweck weise zu ergänzen, "Es ist nun mal wie es ist!" ...und alle nicken still.

Einfach ziemlich wahr. Nicht-Wissen. Nicht-Handeln. Nicht-Denken. Heißt nicht nichts zu wissen, nichts zu handeln, nichts zu denken. Heißt nur:
Es ist, wie es ist. Es ist, was es ist.


Das Wesentliche

Was ist, wenn alles mit allem verbunden ist, Eines ist, das Wesentliche? Alles.

"Aber auf irgendwas muss ich bestimmt besonders achten!"
Kommentiert die Krähe.
Der Fuchs: "Wenn Du auf irgend etwas besonders achtest wirst Du zweifels ohne auf irgend etwas anderes weniger achten und dann hats ausgeschissen mit dem Dao!"
Der Heftzweck: "Lieber Fuchs: Wenn Du ein Huhn siehst hats auch ausgeschissen mit dem Dao!"
Die Wand: "Nein, er ist ein vollkommender Fuchs!" Nun gut, Du magst an dieser Stelle fragen, was denn dieses "Alles" ist. Es ist all das, was Du siehst, riechst, fühlst, schmeckst, denkst und wahrnimmst. Und das alles bist Du. Diese Zeilen sind jetzt z.B. ein Teil von Dir. Unser "Ich" ist keine Konstante - allenfalls in unserer sehr eingeschränkten Vorstellung - und somit ist das "alles" ebenso in beständigem Wandel. Was sei also hier wesentlich?
Den Wandel zu sehen? Indem ich den Wandel betrachte mache ich ihn zum Mittelpunkt meiner Wahrnehmung.
Wie nimmt ein Fisch die Strömung (Wandlung) des Wassers wahr? Er schwimmt.
Wie können wir im Einklang mit dem Dao sein? Indem wir leben. Und wir tun es in jedem Augenblick. Das meinte auch Buddha, als er Erleuchtung erfuhr und ausrief:
"Oh, wie wunderbar! Alle Wesen und alle Dinge sind von Anbeginn erleuchtet!"
"Ja dann ist doch alles klar!"
Oh hättest Du doch geschwiegen!

Das Unwesentliche

Was ist unwesentlich wenn alles wesentlich ist?
Alles.
Wenn wir unsere Nase darauf richten. Indem ich die Vase dort vorne ergreife, lasse ich das gesamte Universum fallen - UND - das gesamte Universum ist in der Vase.
"Kannst Du mir nicht beibringen wie man das macht? Ich meine das alles so zu checken wie Du das so machst!" Fragte die Krähe.
"Ich meine, wie hast Du das selber alles so gerafft? Hast Du meditiert, in welchem Tempel hast Du gelebt? Sag doch mal!"
"Das ist doch eben das Unwesentliche!" Argumentierte der Fuchs.
"Ich fühle mich so unvollkommen wenn ich Euch zuhöre!" Jammerte der Heftzweck.
"Achtung Leute, da nimmt jemand gerade das Dao-Poster ab!" Beschwerte sich die Wand.
"Sterbe ich jetzt?" Fragte der arbeitslose Heftzweck.
"Aber nein, "sprach der Fuchs, " Du heftest jetzt nur nicht mehr. Jetzt bist Du nur Zweck - und der Zweck heiligt die Mittel!"
Der Zweck: "Ach Du Scheisse!"
Die Wand: "Jetzt hat ers!"
Erst wollen wir die Freiheit unbedingt erlangen, die Frage ist allerdings: was machen wir mit ihr, wenn wir sie haben?

Der Anfang

Dao, der Weg. Einen Weg finden, den man gehen soll? Nein. Der Weg ist genau unter deinen Füssen. Er ist dort wo Du bist, in jedem Augenblick. Fange an nach Erkenntnis zu suchen, nach "dem Weg" - und Du entfernst Dich Lichtjahre von ihm.
Deinen Weg zu suchen ist wie deinen Schatten an Deine Seite zu bringen.
Enttäuscht? Fein. Wolltest Du nicht die Täuschung beiseite schieben? Also.

Mag sein das dieser - Dein - Weg Dir nicht gefällt und Du deshalb einen anderen suchtest. Ende der Illusion. Es gibt nur den Einen. Warum ihn also nicht einfach einmal gehen?

Die Vögel fliegen, der Regen tropft und Autos fahren auf der Straße.
Vollkommener Dao. 

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