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Samstag, 4. März 2017

Was geht hier ab - spinnt die Welt?

- oder getreu den Blues Brothers „Have you seen the light?“



Diese Frage stellen sich derzeit viele Menschen, denen ich begegne. Die Nachrichten sind  voll von den täglich neuen Ansprüchen, Mutmaßungen und Vorhaben von Politikern, derzeit angeführt von Leuten wie Donald Trump oder Erdogan.
Als ich eben die neuesten Schlagzeilen las, fiel mir eine Parallele auf aus meinem kleinen Mikrokosmos, welcher wie immer auch ein Spiegel des Größeren, des Makrokosmos ist getreu Hermes Trismegistos.
Früher spielte ich in Bands, machte Musik und dort, in diesem Genre gibt es ein ähnliches Problem, hier genannt „musikalische Differenzen“. Auch in einer meiner Bands war es so: Wir waren erfolgreich, gewannen einen gewissen Status. Im Kontext New Wave/Punkrock wurden wir im gleichen Atemzug aufgezählt mit den Bands „Die Toten Hosen“, „Fehlfarben“ und „Ideal“, wurden sogar im 4. Band des RoRoRo-Rocklexikons aufgeführt. Auf dem Kamm der Erfolgswelle angekommen entwickelte plötzlich jedes Bandmitglied eigene Ideen, strebte eine stilistische Veränderung in die ein oder andere Richtung an und wie so viele andere erfolgreiche Bands war das Ergebnis letztlich – die Band löst sich auf.



Im musischen Bereich ist das letztlich nicht tragisch, mag eher die kreative Evolution fördern. 
Was sich hier als kreativ manifestiert, vermag sich - bezogen auf das Erdendasein – als tragisch zu entwickeln.
Warum dieser Vergleich? Auf dieser schönen blauen Kugel leben verschiedene Menschen, verschiedene Kulturen und es bedarf eines Miteinanders. Anhand des Beispiels hier: All die Länder, Kulturen, Menschen sind in gewissem Sinne Mitglieder einer Band – und es bedarf der gemeinsamen Absprache, des Dialogs, der Begegnung, damit „ es groovt“, „it ain´t that thing if it ain´t got that swing“.
Was sich derzeit verstärkt auf diesem Erdenball abzeichnet, sind eben o.g. „musikalische Differenzen“. Und Leute wie Trump und Erdogan fürchten um die eigen Identität ihrer selbst, wollen sich bewusst abgrenzen und „ihr Ding“, selbstverständlich mit den besten Absichten,  durchziehen, ihre eigene  Band durchboxen.
Nun, Musik kann man  ggf. abstellen, man muss sie  nicht hören (es gibt Kopfhörer), man kann zu einem Konzert gehen, oder aber auch nicht. Im Leben, im gemeinsamen Miteinander kann das nicht greifen. Es braucht das Zusammenspiel, damit es swingt, damit es groovt.
Es bedarf einer größeren Perspektive, um das Große Ganze zu sehen. Dies funktioniert jedoch nicht, wenn man um die Existenz der „eigenen Identität“ ringt und vergisst, dass diese eben nur ein Konzept ist.
Menschen wie o.g. Staatsführer sind panisch, da sie ihre Identitäten für bedroht halten und sie tun alles, schrecken vor kaum etwas zurück – aus dieser großen illusorischen Angst heraus.
Was braucht es? Nun, solche Leute entstammen ebenso den kleinen Mikrokosmen, wurden darin groß.
Du  fragst, was Du tun kannst?
Schau, wie es mit Deiner „Band“ aussieht, wo ist Dein groove, Dein swing im sozialen Umfeld? Was braucht es da, heute, morgen……

„Am End is et alles Jazz!“ Gerd Köster

Freitag, 20. Januar 2017

Inauguration des 45. US-Präsidenten

Ich sehe gerade die Live-Übertragung von Trumps Inauguration - bedeutsame Momente...

Einmal mehr steht mein Lieblings-Koan des Jetzt "Was geht ab?" im Raum.
Lassen wir ihn da stehen, bzw. beantworte ihn selbst.
Was geschieht gerade?
Nun, es manifestiert sich gerade eine erschreckend machtvolle Neurose in persona des "mächtigsten Mannes" der Welt. Das klingt dramatisch - ist es dramatisch? Nun - wie dramatisch ist ein Spiegel? Wenn Du in den Spiegel schaust und entsetzt bist, so mag das aufzeigen, dass Du bis gerade geträumt hast...

In "Rambo 3" sagt ein Mudjahedin zu Rambo:
"Gott muss lieben die Verrückten!"
Rambo: "Wieso?"
Mudjahedin: "Er macht so viele davon!"

Am Rande: Was ist das Tragische daran?
Hier manifestiert sich auf weltmächtiger Ebene, was wir im Mikrokosmos des Selbst ebenso erleben können.
Das Ego panzert seinen Kokon, seine Comfortzone, weiter aus, den größeren Kontext des Seins ignorierend. Sein Interesse ist primär, die eigene Comfortzone weiter auszubauen und nach außen zu verteidigen, es "durchzuboxen".
Darum: Entdecke Deinen eigenen Trump in Dir, schau, wo Du (gerne unbewusst) und wie Du beständig damit beschäftigt bist, Deine Comfortzone auszustatten, wo es Dir "am Arsch vorbei geht", wie es anderen damit geht. Entdecke, wie Du selbst beständig damit beschäftigt bist, Deine "Macht" zu erhalten und weiter auszubauen. Schau, wie Dein Tun oder Nichttun Deine Umgebung betrifft, wie Dein Reden oder Nichtreden Deine Nächsten dominiert, kränken oder verletzen kann.

Wie gesagt, Trump ist nur ein Spiegel im Makrokosmos. Schau Du in den Spiegel des Mikrokosmos.
Wenn Du die Welt verändern willst, hier - auf dieser Ebene - hast Du die Chance. Und gemäß Hermes Trismegistos "Wie oben, so unten" wird Dein Tun, Denken und Handeln die Welt verändern -
so oder so.